BILDENDE KUNST

Malerei

KRITISCHES / ab 2021

GEGENSTÄNDLICHE BILDER / ab 2020

PHANTASTISCH (SUR)REALISTISCH / ab 2020

Zyklus "Insekten" / ab 2020

UNGEGENSTÄNDLICHE BILDER / ab 2021

AMOURÖS (nach I. Kambanellis "Die Freiheit kam im Mai!) / 2020

ORIGINALTEXT VON I. KAMBANELLIS - die Grundlage für das Bild AMOURÖS

 Die SSler hatten die Frauen getrennt, von den Männern gesondert, gehalten. Die meisten Frauen wohnten damals in Zelten nahe dem Wald. Zwischen ihnen und uns befand sich der elektrisch geladene Zaun, den ich jetzt vom Turm aus sah, weiter weg der andere Zaun aus Stacheldraht, alle 60 Meter eine Wache. In jener Zeit standen wir jeden Sonntag, an dem wir nicht arbeiteten, stundenlang dort und sahen die Frauen, die von den Zelten heraustraten und uns ebenfalls beobachteten. Die Distanz, die uns trennte, war groß. Es ist fraglich, ob wir miteinander sprechen hätten können, selbst wenn wir geschrien hätten. Selbstverständlich wagte niemand, etwas Derartiges zu versuchen. Noch war es nötig. Dieses schweigsame, gegenseitige Betrachten, das zwei Zäune aus Stachel-draht durchdrang, hatte keine Sprache nötig. Es waren die Stunden der Liebe in Mauthausen. Jedoch bedenke: Diese Frauen und diese Männer, die einander schweigend unendliche Stunden lang ansahen, waren mit denselben gestreiften, verblichenen, tausendmal getragenen Kleidern von Zuchthäuslern bekleidet. Ihre Körper waren ausgedörrt, ihre Wangen eingefallen und haarig durch den Vitaminmangel. Das Haar geschoren, in einem Streifen von der Mitte der Stirn bis zum Nacken rasiert. Nur die Augen waren größer und tiefer denn je, damit sie die Angst fassen konnten. Der unter Hochspannung stehende Zaun und der Stacheldraht mit den Wachen waren nicht eine einfache technische Installation, sondern ein unüberwindbares Hindernis. Hier legte eine Anordnung fest, dass sich das Männliche vom Weiblichen endgültig trenne. Eine Anordnung, groß wie das Schicksal. Eine Trennung des ewigen Paares. Ein Schnitt gegen die Natur, gegen die vom Himmel und der Erde Bestimmten, „ein Fleisch und Blut“ zu sein. Das Leben brach, die Natur war ermordet. In das Essen schmissen sie Drogen. Die Frauen fühlten sich nicht länger als Frauen. Die Regel blieb aus. Die Männer waren impotent, keine Erektionen, keine nächtlichen Ejakulationen. Die Körper waren verdörrt. Aber diese Sonntage waren die Tage der Liebe in Mauthausen. Das lange, stundenlange Betrachten holte die Lust in ihrer ganzen Heiligkeit und Wehmut in die großen und tiefen Augen. Und du spürtest ein Beben in den Füßen, als würde jemand eine riesige, tief in der Erde steckende Trommel schlagen. Wenn die Zäune plötzlich weg wären... Männer und Frauen würden einander in einem gierigen Begehren fassen. Die halbtoten, knochigen Körper würden umarmt auf das Gras und die Erde rollen, würden schmelzen, würden jaulen, würden sterben, wie... wie der Gefangene, der an einem verschneiten Tag in die SS- Küche raste, eine gekochte Rinderkeule umarmte und aß. Er aß und aß. Sie schlugen ihn und er aß, sie verletzten ihn tödlich und er aß weiter, sie töteten ihn und er aß immer noch.

Sommerwoche Raach am Hochgebirge mit Isabella Scherabon (Institut MICIS) / August 2020

Acrylmalerei vermischt / ab 2008

Aquarell / ab 2018

Monotypien / 2011 - 2015

Biedermeier 2012 1 / Format 20 x 30 / je 45,-

Biedermeier 2012 2 / Format 20 x 30 / je 45,-

Biedermeier 2012 3 SPIDERS AND CO.

HANSI -  der rosarote Kater aus Wien / Kartenset auf Basis von Acrylbildern / 2018

ZEICHNUNG

Pastellkreiden / ab 2016

Bleistift / Rötel/ Kohle / ab 2015

FOTOGRAFIK / ab 2011

Fotografikcollage

FOTOGRAFIE

Fotomalcollage

einbildprosekunde - alle 46cm x 46cm /je 250,-

Fotocollage

Zyklus "einbildprosekunde"

Fotos nach der Realität

Natur und ich

Tiere

Dinge

Wiener Typen - Fotos mit Filtern bearbeitet und Text eingefügt

Fotoverfremdungen

Bilder für die Ausstellung  "Der zufrieden Sklave"

Bilder zum Thema "Hunger"

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also

wieder

ein gedicht

oder nicht

oder doch

ein loch

© Waltraud Zechmeister

 

 

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